Bin ich schuld an den Ängsten meines Kindes?

vor fast 2 Jahren fing es, bei meiner Kleinen mit Bauchschmerzen an.

„Mama, mir geht es schlecht, der Bauch tut es so weh, mein Herz drückt ..“

Ein Marathon von Arzt zu Arzt begann. Da mal ein Pups verquer, da „es könnte an dem kleinen Bauchnabelbruch liegen, aber eigentlich auch nicht“, die ständige Ungewissheit, ist es jetzt was Ernstes oder „einfach“ nur eine Herausforderung, im Kopf.

Bis dahin war mein Kind und auch ihre große Schwester immer unauffällig.

Klar, durch Corona sind uns doch alle andere Herausforderungen bewusst geworden.

die Vorbereitung auf die Schule wurde weniger bis gar nicht und für jeden war einfach nur wichtig es irgendwie zu überstehen.

und dann fängt das normale Leben wieder an und bringt dir neue Herausforderungen.

Diese ständige Angst schon beim wach werden

wieder den Job zu verlieren, weil’s Kind früh wieder so sehr Bauchschmerzen hat und ich sie nicht in die Schule bringen kann. Sich von der Lehrerin anhören zu müssen: „Sie sind zu lieb“

Diese Ohnmacht nicht zu wissen, was zu tun ist und abhängig von Ärzten zu sein.

Und als klar war: nein, es ist nichts Körperliches, mein Kind hat „einfach“ Angst vor der Schule, weil es besondere Herausforderungen hat.

Die Suche nach Unterstützung begann, wie viel einfacher wäre es, wenn mein Kind einfach „nur“ krank wäre, einfach nur eine Medizin oder OP bräuchte.

Mir wurde klar, von alleine kommt nicht die Hilfe, die wir brauchen.

Wir suchten uns Psychologen, … und erfuhren vom Würfelhauskonzept.

Ein neues Rechenkonzept für Kinder mit fehlendem Mengenverständnis. Mir wurde bewusst sie hat einfach keinen Bezug zu zahlen, was und wie groß die Zahl ist. Und dadurch fühlt sie sich überfordert. Und erschwerend kommt hinzu, dass sie nicht so schnell die Aufgaben auch inhaltlich versteht, wie ihre Mitschüler. Es also nicht einfach durch Intelligenz ausgleichen und andere Eselsbrücken findet.

Mein Kind einfach andere Unterstützung braucht, als die „normalen“ Kinder.

Ich fühlte aber auch nicht nur da war die Herausforderung, auch meine Unsicherheit ist ein großes Thema.

Wenn du Schmerzen hast, nimmst du eine Schmerztablette, wenn der Schmerz allerdings aus deiner Seele herkommt, funktioniert keine Medizin.

Früher war wichtig zu überleben, heute darf es auch mehr sein. Heute darf das Leben auch glücklich machen.

Wir dürfen

wahrnehmen und uns mehr vertrauen, was wirklich gebraucht wird.

bereit sein, neue Möglichkeiten und Lösungen zu erkennen.

Alles mit Liebe, Hingabe und vollen Fokus im Leben tun. So wachsen auch unsere Kinder über sich hinaus und können ihre Herausforderungen erkennen, annehmen und trotzdem Mutig ihren Weg gehen.

Als mein Kind mir zum ersten mal sagte: „Mama, ich habe Angst vor der Schule“ war ich so stolz auf sie, dass sie das so für sich wahrnehmen konnte.

Ich bin mir sicher wir sind kein Einzelfall, deswegen hab weiter den Mut für dein Kind und euch stark zu bleiben.

Es gibt immer eine Lösung, auch wenn diese nicht die ist, die für alle funktioniert.